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Kontinuierliche Verbesserungsprozesse: Wie funktioniert „KVP“-Management?

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse: Wie funktioniert „KVP“-Management?

1. Februar 2017
Wie funktioniert KVP Management

In jedem Unternehmen gibt es immer mal wieder Bereiche, in denen es nicht ganz so rund läuft. Das ist nicht weiter schlimm, aber wenn die Probleme nicht behoben werden oder wenn immer neue Probleme dazukommen, dann kann das zu Schwierigkeiten führen. Unternehmen, die immer sicher sein wollen, dass bei ihnen alles rund läuft, die sollten mit einem KVP Management arbeiten, denn dieses Programm setzt auf stetige Optimierung.

„KVP“: Ein Prozess, der hilfreich sein kann!

KVP steht als Abkürzung für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess, ein Prozess, der sehr hilfreich und effektiv sein kann, wenn die Mitarbeiter ihn auch richtig umsetzen. Leider hat KVP vor allem bei den Gewerkschaften einen nicht allzu guten Ruf, denn viele Betriebsräte sind immer noch der Ansicht, dass KVP vorrangig für den Abbau von Mitarbeitern und erst an zweiter Stelle für eine Arbeitsverdichtung verantwortlich ist. Diese Vorurteile stimmen jedoch nicht so ganz, wenn das KVP Prinzip richtig zur Anwendung kommt. Wenn das der Fall ist, dann kann jedes Unternehmen von einem KVP Prozess profitieren.

Die Vorteile des „KVP“-Prinzips

Die Idee zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess stammt aus Japan, wo das Programm schon in den 1980er Jahren mit großem Erfolg angewandt wurde. Im Grunde ist das KVP Prinzip eine Denkweise oder ein Denkverhalten, das auf dem Bestreben basiert, dass man alles in einem Unternehmen immer wieder verbessern kann. So wie der Markt und auch die Kunden wechseln, so verändert sich auch eine Unternehmensstruktur immer wieder. Das kann jedoch nur dann perfekt gelingen, wenn alle Mitarbeiter in einem Unternehmen auch wissen, was sich verändern muss. Jeder Mitarbeiter in einem Konzern muss praktisch jeden Tag seinen Arbeitsplatz und auch den Arbeitsablauf neu betrachten und dabei überlegen, was verbesserungswürdig ist. Um das KVP Prinzip richtig anzuwenden, gibt es drei unterschiedliche Ansätze:

Den beobachtenden Ansatz

Im Unternehmen gibt es sogenannte Projektteams, die in regelmäßigen Abständen alle Abteilungen nach möglichen Verschwendungen, Überlastungen oder auch nach Unausgeglichenheit überprüfen.

Der intuitive Ansatz

Hier sind die Mitarbeiter gefragt, die alle Fehler oder Probleme in der alltäglichen Praxis festhalten.

Der analytische Ansatz

Hier handelt es sich um eine systematische Analyse aller Arbeitsabläufe, die nach Daten, Fakten und Zahlen geordnet sind und die sich durch mögliche Ansatzpunkte erkennen lassen.

Jeder Tag bringt Verbesserungen

Wer mit einem KVP Programm arbeiten will, der muss immer dem Grundsatz folgen: „Überlege jeden Tag, wo du etwas besser machen kannst“. Die Führungskräfte, die nach diesem Grundsatz ihre Unternehmen führen wollen, müssen sich aber darüber im Klaren sein, dass sie ihre Mitarbeiter zum Mitdenken auffordern und dass sie, wenn es Verbesserungsvorschläge gibt, diese auch akzeptieren müssen. Jeder Tag bringt neue Möglichkeiten, um etwas zu verbessern, und da der KVP Prozess ein ständiger Prozess ist, der nie abgeschlossen werden kann, gibt es auch jeden Tag neue Herausforderungen für alle, die in einem Unternehmen beschäftigt sind. Jeder Arbeitsablauf muss immer wieder optimiert werden und die Mitarbeiter müssen regelmäßig geschult werden, damit sie ihre Wahrnehmung stetig verbessern können. Das alles kostet viel Zeit, aber es zahlt sich am Ende immer aus, denn dank KVP kann ein Unternehmen konkurrenzfähig bleiben.