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Freiberufler und der steinige Weg in die Unabhängigkeit

Freiberufler und der steinige Weg in die Unabhängigkeit

Freiberufler

Der Weg in die Selbstständigkeit ist nicht immer einfach, aber er kann sich lohnen. Vor allem diejenigen, die aus der Tretmühle eines schlecht bezahlten Jobs raus wollen, sollten darüber nachdenken, entweder selbstständig oder als Freiberufler zu arbeiten. Aber was ist der Unterschied zwischen einem Selbstständigen und einem Freiberufler? Wer ein Unternehmen gründen oder ein Geschäft eröffnen will, der muss ein Gewerbe anmelden, bekommt dann einen Gewerbeschein und ist damit offiziell selbstständig. Alle, die künstlerisch tätig werden wollen, benötigen keinen Gewerbeschein, sondern nur eine Steuernummer und können dann als Freiberufler arbeiten.

Was genau ist ein Freiberufler?

Einfach erklärt sind Freiberufler diejenigen, die ihren Beruf frei ausüben. Journalisten gehören ebenso dazu wie auch Lektoren, aber auch Steuerberater, Juristen und Ärzte. Die meisten Freiberufler verstehen sich auch als Freigeister, sie sind für niemanden außer für sich selbst verantwortlich, sie schätzen ihre Unabhängigkeit und sie arbeiten auf eigene Rechnung. Im Gegensatz zu Selbstständigen kennen die meisten Freiberufler keinen Druck, weder was die Preise noch was die Konkurrenz oder die Zeit angeht, sie führen ein entspannteres Arbeitsleben.

Allerdings kann auch kein Freiberufler ohne Geld auskommen. Wer freiberuflich arbeiten will, der muss ganz von vorne anfangen, und das ist nicht immer so einfach.

Ist ein Freiberufler gleichzeitig Unternehmer?

Jeder, der freiberuflich arbeitet, ist, ob er will oder nicht, auch ein Unternehmer, denn auch Freiberufler müssen Rechnungen schreiben und Umsatzsteuererklärungen abgeben. Der Anfang einer freiberuflichen Tätigkeit kann schwerfallen, wenn es noch kein Netzwerk und keine Kunden gibt. Um Kunden zu gewinnen, müssen Freiberufler Werbung für sich machen, was einigen Freiberuflern wie zum Beispiel Ärzten und Juristen erst seit einigen Jahren erlaubt ist. Sie müssen sich etwas einfallen lassen, um auf sich aufmerksam zu machen und Kunden an Land zu ziehen. Wer mehr zu diesem Thema wissen will, hier im Online-Shop gibt es viele wichtige Informationen.

Wie wird man Freiberufler?

In Deutschland arbeiten ca. eine Million Menschen freiberuflich in den unterschiedlichsten Berufen. Einige haben sich für die freie Tätigkeit entschieden, als sie arbeitslos geworden sind und nicht von Hartz IV leben wollten, andere sind eher unfreiwillig zum Freiberufler geworden. Dann gibt es noch diejenigen, die mehr oder weniger in eine freiberufliche Tätigkeit gerutscht sind.

Vielfach handelt es sich dabei um freie Mitarbeiter, die irgendwann auf eigenen Beinen stehen wollen. Aber ganz gleich, wie man Freiberufler wird, ohne einen vernünftigen Businessplan geht es auch hier nicht, denn nur mit einem realistischen Businessplan können auch die Geldgeber überzeugt werden. Als Alternative zum Kredit bieten sich staatliche Fördergelder wie zum Beispiel ein Gründerzuschuss an. Leider bekommen nur wenige Freiberufler diesen Zuschuss, der aber anders als ein Kredit nicht zurückgezahlt werden muss, es lohnt sich also, darum zu kämpfen.

Auch Freiberufler müssen sich mit dem Thema Steuern und Versicherungen auseinandersetzen und sie müssen ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstdisziplin mitbringen. Die richtige Kundenakquise muss vielfach erst gelernt werden, denn es gilt das ideale Mittelmaß zwischen Marktschreier und anbiedern zu finden.

Wer sich für eine freiberufliche Tätigkeit entscheidet, der wählt die entspanntere Form der Selbstständigkeit. Aber ohne ein Darlehen, einen ausgereiften Businessplan und ohne eine große Portion Mut klappt es auch als Freiberufler nicht.