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So werden Firmennachfolgen erfolgreich abgewickelt!

So werden Firmennachfolgen erfolgreich abgewickelt!

Die Nachfolge in einem Unternehmen zu regeln, ist nicht ganz so einfach. Auf der einen Seite steht der Firmengründer, der sein Unternehmen vielleicht vor Jahrzehnten gegründet und dann nach und nach ausgebaut hat. Auf der anderen Seite steht der Nachfolger mit vielen neuen Ideen und Impulsen, der das Unternehmen ganz anders als sein Vorgänger leiten möchte.

Der Gründer hat viel Zeit und noch mehr Energie in sein Unternehmen investiert und betrachtet es als sein Lebenswerk. Das macht es nicht eben einfach, dieses Lebenswerk in die Hände des Nachfolgers zu legen.

Regelungen der Firmennachfolge

In rund 70 Prozent der mittelständischen Unternehmen, die seit mehr als 50 Jahren existieren, ist die Nachfolge noch nicht geregelt. Das ist eine erschreckende Zahl, die nachdenklich macht. Warum gibt es in so vielen Unternehmen keine Regelungen, die die Nachfolge betreffen? Hängt der Eigentümer zu sehr an seinem Lebenswerk oder traut er keinem potenziellen Nachfolger zu, das Unternehmen erfolgreich weiter zu führen? Beides mag in einigen Fällen zutreffen, aber vielfach findet sich einfach kein Käufer für das Unternehmen. Das ist in rund acht Prozent aller Familienunternehmen der Fall. Sie müssen die Geschäftstätigkeit aufgeben, da sich niemand findet, der das Geschäft weiterführen will.

Große Probleme bei kleineren Unternehmen

Besonders kritisch ist die Lage bei kleinen Betrieben mit zehn bis maximal 100 Mitarbeitern. In diesen Betrieben arbeitet der Unternehmer noch mit im Betrieb und nicht an seinem Betrieb. Er ist nach wie vor stark in das Tagesgeschäft involviert, er hat vielleicht sogar einen Geschäftsführer eingestellt, aber so richtig möchte er die Verantwortung nicht aus der Hand geben. Um die Nachfolge zu regeln, ist es wichtig, dass sich Unternehmer nach und nach aus dem operativen Tagesgeschäft zurückziehen und sich vielleicht nur noch mit Kernfragen beschäftigen. Damit der Nachfolger sich einarbeiten kann, ist es wichtig, dass der Unternehmer sich nicht täglich die Zahlen vorlegen lässt und dass nicht alle Entscheidungen von ihm abgesegnet werden müssen. Diese Unternehmer müssen lernen, Aufgaben zu delegieren und dem Nachfolger immer mehr Kompetenzen zu übertragen, nur dann kann die Firmennachfolge auch nahtlos funktionieren.

Der Kaufpreis für Unternehmen folgen sinkt

Viele starke Unternehmerpersönlichkeiten sollten jedoch folgendes bedenken: Je enger sie mit ihrer Firma verbunden sind, umso geringer ist letztendlich der Kaufpreis. Kaum jemand möchte die Nachfolge antreten, wenn er weiß, dass das ganze Unternehmen nur von seinem Gründer geprägt ist. In diesen Fällen ist zu befürchten, dass der Nachfolger mit seinen Ideen stark ins Schleudern kommt, wenn die prägende Persönlichkeit plötzlich aussteigt. Viele Unternehmen lassen sich deshalb beraten und erstellen einen neuen Businessplan. Das kann für den Nachfolger sinnvoll und auch hilfreich sein, damit es nicht zu Konflikten kommt.

Das Interesse Firmennachfolgen ist da!

In der heutigen Zeit wählen immer mehr Menschen die Selbstständigkeit, selbst wenn der Weg dorthin nicht immer einfach ist. Viele entscheiden sich hier für bereits bestehende Unternehmen, auch aus finanziellen Gründen. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dann sollte sich jeder Unternehmer sehr genau überlegen, ob ein Verkauf nicht der beste Weg ist, die Nachfolge für das Unternehmen zu regeln, selbst wenn es aus emotionaler Sicht schwerfällt.