close
Demokratie im digitalen Zeitalter

Demokratie im digitalen Zeitalter

6. Juli 2016
Themenmarketing - die-eisbrecher: "App-stimmen!: Aufruf zur digitalen Demokratie"

Die Briten haben per Referendum und damit demokratisch darüber abgestimmt, dass sie die EU verlassen wollen. Diese Form der Demokratie wünschen sich auch viele Menschen in Deutschland, denn auch sie wollen bei wichtigen Entscheidungen gefragt werden und nicht einfach nur alle vier Jahre zur Urne gehen. Wie sehr sich viele Deutsche nach mehr Demokratie sehnen, das wird vor allem in den sozialen Netzwerken deutlich, und es sind genau diese Netzwerke, die bei einer neuen Demokratie eine wichtige Rolle spielen könnten.

Zu dumm, um abzustimmen?

Auch zehn Tage nach dem Brexit sind die Bürger der EU in heller Aufregung. Die einen halten den britischen Weg der Entscheidung für den einzig richtigen Weg. Andere sind der Meinung, dass der Brexit ein sicheres Zeichen dafür ist, dass es nichts bringt, den Bürger über solche, doch so wichtige Entscheidungen abstimmen zu lassen. Diejenigen, die das behaupten, haben wahrscheinlich noch nicht mitbekommen, dass ein neuer Demokratieprozess schon lange begonnen hat – und zwar auf Facebook, Twitter und Co.

Das Beispiel Schweiz

Die Wähler in der Schweiz sind nicht klüger oder dümmer als die Wähler in Großbritannien oder in Deutschland, aber die Schweizer werden regelmäßig gefragt, ob sie mit den geplanten Entscheidungen ihrer Politiker zufrieden sind oder nicht. Das Internet spielt auch hier eine große Rolle, denn durch das Internet sind die Menschen heute besser informiert und können sich besser eine Meinung bilden. Wie sehr die Demokratie das Internet braucht, beschreibt Christian Dreyer in seiner Streitschrift „APP-stimmen!: Aufruf zur digitalen Demokratie“.

Hilft das Internet der Demokratie?

Christian Dreyer, Spezialist für Themenmarketing, fordert eine Demokratie 2.0 und verweist darauf, dass sich die Bürger von heute nicht mehr am Stammtisch treffen, um dort die aktuelle politische Lage zu diskutieren, sondern sich vielmehr in den sozialen Netzwerken treffen, um dort miteinander zu sprechen. Die Politik sollte nach Ansicht von Christian Dreyer langsam aber sicher damit beginnen, über diesen Wandel nachzudenken, denn wenn die Bürger statt zur Wahl lieber ins Internet gehen, dann läuft etwas falsch. Vielleicht gibt es sie ja bald, die App, die den Weg in die Wahlkabine erspart und vielleicht gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit, via Internet über wichtige Entscheidungen abzustimmen.